Regelwerk

[My Big TOE Definition]

Das Regelwerk einer virtuellen Realität (VR) definiert die Kausalität innerhalb der VR – was möglich ist und was nicht. Es bestimmt, wie die Spieler die VR erleben und wie sie innerhalb von ihr interagieren können. Wenn die VR sich weiterentwickelt hat, anstatt programmiert zu sein, bestimmt das Regelwerk auch die Möglichkeiten, wie sich die VR im Laufe der Zeit entwickeln kann.

Technisch gesehen repräsentiert das Regelwerk die Regeln, Prozesse und Protokolle, die die möglichen Interaktionen zwischen den Spielern und zwischen den Spielern und ihrer Umgebung definieren. Es bestimmt also, wie sich die virtuelle Spielumgebung im Laufe der Zeit verändert, wie die Spieler Daten innerhalb der VR austauschen können und welche Entscheidungen sie treffen können.

Praktisch gesehen definiert das Regelwerk:

  • die virtuelle Realitätserfahrung der Spieler (zum Beispiel, wie schnell sich Dinge bewegen können, bei welcher Temperatur Wasser gefriert, wie es sich anfühlt, die Hand auf einen heißen Herd zu legen)
  • die externen Bedingungen des Entscheidungsraums Ihres Avatars (wie hoch Sie springen können, welche Farben Sie sehen können, wie lange Sie ohne Atmen überleben können usw.)

Ein Regelwerk kann locker (minimal, einfach, nicht einschränkend), streng (komplex und tiefgreifend einschränkend) oder alles dazwischen sein.

Im Allgemeinen definiert ein Regelwerk die Natur einer VR.

Strenge Regelwerke erzeugen virtuelle Realitäten wie unser physikalisches Universum (Physical Matter Reality, PMR). Sie sorgen für eine relativ strikte Kausalität, was bedeutet, dass ähnliche Ursachen tendenziell ähnliche Effekte produzieren. Dies macht das Ergebnis unserer Entscheidungen relativ vorhersehbar, zumindest solange die Umstände nicht zu komplex sind.

Lockerere Regelwerke definieren Nicht-Physikalische Materie-Realitäten (NPMRs) wie diejenige, auf die wir zugreifen, wenn wir träumen (die „Traumrealität“). In solchen Realitäten können wir möglicherweise ohne Überraschung von einer Szene zur nächsten teleportieren. Etwas lockerere Regelwerke definieren auch VRs wie diejenigen, die wir während außerkörperlicher Erfahrungen besuchen, oder die „Übergangsrealität“, auf die wir beim Tod unseres PMR-Avatars zugreifen.

Unser PMR-Regelwerk ist das, wonach Wissenschaftler suchen, wenn sie von den „Naturgesetzen“ sprechen. Es regelt, wie sich unser Universum seit dem Big (Digital) Bang entwickelt hat und definiert, wie wir in PMR mit anderen Menschen, Tieren und der VR-Spielumgebung interagieren können.

Die Aufgabe der Wissenschaft besteht darin, das vollständige PMR-Regelwerk aufzudecken und so genau wie möglich zu beschreiben. Diese Beschreibung, wie sich Dinge verhalten und zueinander in PMR verhalten, nimmt die Form an von:

  • mathematischen Gleichungen wie E=mc2
  • Definitionen oder Messungen von fundamentalen Konstanten wie der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum c, der Gravitationskonstanten G oder der elementaren Ladung e
  • Modellen und Metaphern für (virtuelle) Entitäten, die angeblich existieren, aber für direkte Wahrnehmung unzugänglich sind (wie das Schalenatommodell oder das Standardmodell der Teilchenphysik)

Unser PMR zeigt, dass selbst strenge Regelwerke nicht deterministisch sein müssen: Sie können Elemente der Zufälligkeit enthalten, wie die Wahrscheinlichkeiten, die mit den Eigenschaften eines Quantensystems verbunden sind, wie sie durch die Quantenwellenfunktion beschrieben werden. Diese Zufälligkeit, zusammen mit dem freien Willen der Spieler, gewährleistet, dass in VRs wie der unseren die Zukunft nicht vollständig vorherbestimmt ist, sondern nur in Bezug auf Wahrscheinlichkeit berechnet werden kann.

Ein Regelwerk kann sich im Laufe der Zeit ändern (jedoch muss es das aber nicht). Die Wissenschaft hat traditionell angenommen, dass die Gesetze der Natur seit dem Anfang des Universums die gleichen waren, aber das muss nicht der Fall sein. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie sich unser PMR-Regelwerk während der Lebensdauer des Universums geändert haben könnte:

  • Das Regelwerk selbst könnte sich im Laufe von Milliarden von Jahren gemäß einiger übergeordneter „Meta-Regelwerke“ entwickelt haben. (Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Beweise dafür, daher bleibt dies weitgehend eine theoretische Möglichkeit.)
  • Darüber hinaus kann ein VR-Regelwerk von denen, die das VR betreiben, jederzeit geändert werden. Unser PMR-Regelwerk könnte zum Beispiel absichtlich zu bestimmten Zeitpunkten der Evolution von PMR geändert worden sein, um die Bildung von Sternen, Galaxien oder Leben auf der Erde zu ermöglichen oder zu optimieren.

Offensichtliche Verstöße gegen das PMR-Regelwerk werden im Allgemeinen als Wunder bezeichnet. Sie können von einigen fortgeschrittenen Individuen innerhalb von PMR durchgeführt werden, die eine außergewöhnlich starke, stabile und fokussierte Absicht haben, oder vom Größeren Bewusstseinssystem (LCS). Das LCS kann die Regeln in jedem virtuellen Realitätsrahmen brechen, wie es ihm passt, ähnlich wie ein Meisterprogrammierer jederzeit den Code eines Videospiels ändern kann. Nichtsdestotrotz, zur Aufrechterhaltung der Integrität und Vorhersehbarkeit der PMR-Lernumgebung und damit ihre Nützlichkeit für die teilnehmenden Spieler zu bewaren, wird das LCS die Regeln nur selten und sehr diskret brechen und nur dort, wo dies für das Wachstum der Spieler, die die Änderung bemerken oder davon betroffen sind, vorteilhaft ist.

Schließlich scheinen paranormale Phänomene nur aus der Sicht derjenigen, die die Regeln nicht verstehen, Regelverletzungen zu sein. Beispielsweise werden diejenigen, die eine materialistische Weltanschauung vertreten, glauben, dass Telepathie unmöglich ist, weil sie scheinbar die Kausalität und Lokalität von PMR verletzt. In einer virtuellen Realität ist jedoch das Paranormale normal. Das PMR-Regelwerk erlaubt (begrenzte) Geist-zu-Geist-Kommunikation und bestimmte Geist-über-Materie-Effekte innerhalb der Grenzen des Psi-Unsicherheitsprinzips. Es ermöglicht auch den teilnehmenden Spielern, die Wahrscheinlichkeiten zukünftiger Ereignisse mit ihrem Willen zu modifizieren.

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